I.S.A.R. Germany bringt fünf Tonnen Hilfsgüter nach Kenia - Hilfe für Flüchtlinge in Dürregebieten
Dadaab. Die Duisburger Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany hat fünf Tonnen Hilfsgüter nach Kenia gebracht. Sie befinden sich derzeit auf dem Weg von der Hauptstadt Nairobi ins Flüchtlingslager Dadaab. Zuvor hatte das Team mehrere Stunden mit dem Zoll über die Freigabe der Hilfsgüter verhandelt.
In dem Lager Dadaab sind mehr als 400.000 Menschen untergebracht, die vor der Dürrekatastrophe in Somalia geflüchtet sind. Die Hilfslieferung wird dort dringend benötigt, denn nach Ansicht von Experten wird sich die Hungersnot in Ostafrika noch weiter zuspitzen und damit der Flüchtlingsstrom vorerst nicht abreißen. "Derzeit kommen pro Tag rund 1.000 Menschen in das Flüchtlingslager Dadaab", berichtet I.S.A.R. Einsatzleiter Thomas Laackmann. Schon jetzt herrschten aber bereits "unglaubliche Zustände".
Das I.S.A.R. Team hatte in den vergangenen Tagen in der Umgebung des Lagers Wasser an Flüchtlinge verteilt und das Hospital der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) besucht. An dieses wird jetzt auch die Hilfslieferung aus Deutschland übergeben. Neben Medikamenten gehört dazu auch medizinische Ausrüstung zur Versorgung von Frauen, u.a. ein Ultraschallgerät, eine gynäkologische Untersuchungsliege und OP-Lampen. Diese Ausrüstung wird im Flüchtlingslager gebraucht, da viele Frauen schwanger sind und pro Tag rund 20 Kinder geboren werden. Zahlreiche weibliche Flüchtlinge wurden zudem auf dem Weg ins Lager vergewaltigt und müssen dringend medizinisch versorgt werden. Das I.S.A.R. Team wird zudem Spezialnahrung in das Flüchtlingslager Dadaab bringen. Diese unterstützt die Regeneration von vollkommen unterernährten Kindern.
Unterstützt wird die Hilfsaktion durch das Medikamentenhilfswerks „action medeor“ aus Tönisvorst, der Firma „headwayholding“ aus Landshut, der Hilfsorganisation „Apotheker helfen e.V.“ aus München, der Fluggesellschaft „Condor“ und zahlreichen Privatpersonen.
Dem I.S.A.R. Team gehören neben Einsatzleiter Thomas Laackmann (Bern/Schweiz), Rettungsassistent Ralf Heuberg (Duisburg), Unfallchirurg Boris Klug (Frankfurt/Main) und Techniker Stefan Röttinger (Sonsbeck/Kreis Wesel) an.













