I.S.A.R. Germany Erkundungsteam setzt Arbeit in Japan vorerst fort. Warten auf Hilfeersuchen der japanischen Regierung
Das Erkundungsteam der Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany setzt seine Arbeit in Japan vorerst fort. Aufgabe ist es, die Lage zu erkunden und in enger Abstimmung mit den japanischen Behörden, einen möglichen Einsatz weiterer I.S.A.R. Spezialisten vorzubereiten.
Dabei geht es um eine Einheit zur Suche, Rettung und medizinischen Versorgung von verschütteten Menschen. Im Gegensatz zum Erkundungsteam, kann eine solche Spezialeinheit aber nur auf ausdrücklichen Wunsch der jeweiligen Regierung in ein Katastrophengebiet reisen. Ein entsprechendes Hilfeersuchen der japanischen Regierung liegt bislang nicht vor. Lediglich aus den USA, Neuseeland, Australien, Korea und aus Staaten mit denen bilaterale Vereinbarungen getroffen wurden, seien Rettungsteams angefordert worden, so I.S.A.R. Präsidentin Dr. Daniela Lesmeister. „Für I.S.A.R. Germany als zertifiziertes Team der Vereinten Nationen, sind die Vorgaben der japanischen Regierung bindend“, erklärt Lesmeister. Nur so sei eine Koordination von Hilfsteams in Katastrophenlagen möglich.
Ein weiteres Problem ist die vollkommen unklare Lage im Atomkraftwerk Fukushima. Laut I.S.A.R.-Präsidentin ist dadurch das Risiko für die Hilfsteams momentan nicht kalkulierbar. Die Situation in Japan wird durch die Experten im I.S.A.R. Informations- und Lagezentrum ständig neu bewertet. Dazu steht man dort im engen Kontakt mit dem Erkundungsteam und den zuständigen Behörden in Japan und Deutschland. In Abhängigkeit von der Entwicklung in den nächsten Stunden, wird die Einsatzleitung in Deutschland über die weitere Arbeit von I.S.A.R. Germany in Japan entscheiden.
Wir werden Sie umgehend informieren, sobald sich ein neuer Sachstand ergibt. Für Rückfragen
sind wir aber jederzeit über folgende Nummern zu erreichen:
Informations- und Lagezentrum: +49 2841 / 9 79 02 16
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