Erdbeben in Peru 2007
Nach dem starken Erdbeben in Peru am 15.08.2007 wurde seitens der peruanischen Botschaft um internationale Hilfe ersucht.
Hilfe für Peru von I.S.A.R. Germany
I.S.A.R. Germany stellte sofort ein Einsatzteam bereit und versuchte, den Lufttransport für seine Hilfsmannschaft und ca. 6 Tonnen Material zu organisieren. Schnell wurde jedoch klar, dass keine große Hilfsmannschaft zeitgerecht vor Ort sein könnte.
So entschloss sich die I.S.A.R. Führung, ein Erkundungsteam - bestehend aus einem Teamleader, einem stellvertretenden Teamleader, einem Bergungsspezialisten und einem Notarzt - mit einem Teil der medizinischen Ausrüstung nach Peru zu schicken.
Städte bis zu 90 % zerstört
Nach der Landung in Peru wurde das Team von I.S.A.R. in das vom Erdbeben besonders betroffene Pisco transportiert. Dort errichtete die Crew auf dem Militärflughafen sein Basislager und führte Gespräche mit dem Gesundheitsminister des Landes und der örtlichen Einsatzleitung. Die Bezirkshauptstadt Pisco war zu diesem Zeitpunkt zu ca. 90 Prozent zerstört, Vororte waren zusätzlich durch eine Flutwelle überspült worden.
Das örtliche Krankenhaus bestand nur noch aus den Ambulanzräumen, da die Bettenstationen, der OP-Trakt und die Funktionsräume durch das Beben zerstört worden waren. Mit beschränkten Mitteln wurde die medizinische Versorgung durch das einheimische medizinische Personal geführt.
Die Antibiotika, Narkosemittel und Verbandsmaterialienn - die I.S.A.R. Germany von der Partnerorganisation "action medeor" aus Tönisvorst mitgebracht hatte - wurden sofort vom Krankenhausapotheker gelistet und verteilt, da ein erheblicher Mangel an diesem Material bestand.
Gefragte Hilfe aus Deutschland
Die Bergungs- und Aufräumarbeiten im Katastrophengebiet wurden durch „Bomberos“, sprich der Freiwilligen- und Berufsfeuerwehr von Peru, zentral geleitet und mit internationaler Hilfe (Bergungsteams, Suchteams mit Rettungshunden und technischer Ortung, dem RK aus Peru und den umliegenden Ländern) durchgeführt. Die Hilfe erfolgte sehr effektiv. Der Bergungsspezialist von I.S.A.R. Germany unterstützte bei der Lagebeurteilung. Insbesondere bei der Beurteilung zerstörter Gebäude war sein Rat seitens der „Bomberos“ sehr gefragt.
Rettungseinsatz unter Lebensgefahr
Aufgrund schwerer Nachbeben schwebte das Team mehrfach in Lebensgefahr. Bei der Begutachtung eines fünfstöckigen, stark zerstörten Hotels in einer schmalen Straße, konnte sich das Team nur mit knapper Not vor abstürzenden Trümmerteilen in Sicherheit bringen.




