Flutkatastrophe Thailand 2004
Der Tsunami, welcher am 26. Dezember 2004 im indischen Ozean entstand und auch große Teile der Halbinsel Phuket verwüstete, galt als eine der ersten Bewährungsproben für das Rettungsteam von I.S.A.R. Germany. Durch die aus dem Beben resultierenden Flutwellen kamen etwa 230.000 Menschen ums Leben.
I.S.A.R. Germany hilft in Thailand
Das Weihnachtsfest wurde durch die schrecklichen Meldungen und Bilder aus dem Krisengebiet für alle I.S.A.R. Mitglieder jäh unterbrochen. Die Hilfe der I.S.A.R. Germany in Thailand stand dann auch bereits schon am 27.12.04 fest. Ein Team von I.S.A.R.-Spezialisten (Hundeführern, Bergungs-spezialisten, Sanitätern, Notärzten) brach in Richtung Thailand auf.
Das von der Botschaft zugewiesene Einsatzgebiet befand sich nördlich von "Khao Lak", wo auch das Einsatzteam sein Basiscamp errichtete (Anm: Grundsätzlich führt das Einsatzteam alle Ausrüstungsgegenstände mit, um mindestens 10 Tage lang autark überleben zu können). So gehören z.B. Lebensmittel, Trinkwaseraufbereitungsanlagen, Zelte und Feldbetten zur Logistikausstattung des Teams.
Medizinische und seelische Hilfeleistung
Vom Basis-Camp ausgehend unternahm die I.S.A.R.-Mannschaft zahlreiche Sucheinsätze. Diese waren trotz des enormen Engagements aller Beteiligten nicht von Erfolg gekrönt. Die Flutwelle hatte die Chancen gegen Null minimiert, unter den Trümmern der Katastrophe noch Lebende zu finden.
Neben den zahlreichen medizinischen Versorgungen stellte das Basis-Camp der I.S.A.R. einen Anlaufpunkt für viele deutsche Touristen dar, die ihre Familien verloren hatten und organisatorische Hilfe bei der Suche nach ihren Familienmitgliedern benötigten.
Schwer zu verkraftende Einzelschicksale
Teilweise wurden auch intensive Gespräche mit Menschen geführt, die Angehörige durch die Flutwelle verloren hatten und diesbezüglich seelischen Beistand benötigten. Diese Einzelschicksale wurden von allen Beteiligten als wesentlich schwerer zu verkraften eingestuft, als der Anblick der unzähligen Leichen.




