Hungersnot Ostafrika 2011
Im Juli und September 2011 wurde I.S.A.R. Germany in Ostafrika tätig. Insgesamt wurden rund 6 Tonnen Hilfsgüter nach Kenia in das Flüchtlingslager Dadaab gebracht. In dem Lager sind mehr als 400.000 Menschen untergebracht, die vor der Dürrekatastrophe in Somalia geflüchtet sind. Die Hilfslieferungen wurden dort dringend benötigt, denn die Hungersnot in Ostafrika hatte sich zugespitzt und der Flüchtlingsstrom riss nicht ab. "Derzeit kommen pro Tag rund 1.000 Menschen in das Flüchtlingslager Dadaab", berichtet I.S.A.R. Einsatzleiter Thomas Laackmann aus dem ersten Einsatz im Juli. Es herrschten "unglaubliche Zustände".
Das I.S.A.R. Team verteilte zudem in beiden Einsätzen in der Umgebung des Lagers Wasser an Flüchtlinge und unterstützte die Arbeit des Hospitals der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). An dieses wurde insbesondere auch die Hilfslieferung aus Deutschland übergeben. Neben Medikamenten gehörten dazu auch medizinische Ausrüstung zur Versorgung von Frauen, u.a. ein Ultraschallgerät, eine gynäkologische Untersuchungsliege und OP-Lampen. Diese Ausrüstung wurde im Flüchtlingslager gebraucht, da viele Frauen schwanger sind und pro Tag rund 20 Kinder geboren werden. Zahlreiche weibliche Flüchtlinge wurden zudem auf dem Weg ins Lager vergewaltigt und bedurften dringend medizinischer Versorgung. Auch Spezialnahrung für vollkommen unterernährte Kindern gehörte zu der Hilfslieferung.
Unterstützt wird die Hilfsaktion durch das Medikamentenhilfswerks „action medeor“ aus Tönisvorst, der Firma „headwayholding“ aus Landshut, der Hilfsorganisation „Apotheker helfen e.V.“ aus München, der Fluggesellschaft „Condor“ und zahlreichen Privatpersonen.




